Wechseljahre beim Mann

Wechseljahre verbinden viele Menschen üblicherweise mit den Vertretern des weiblichen Geschlechts. Aber auch Männer sind keinesfalls immun gegen Wechseljahre, wenn sich diese auch in veränderter Form zeigen und zumeist nicht ganz so akut wie bei der Frau ausfallen. Die ersten Anzeichen für die männlichen Wechseljahre stellen sich schon ab dem 25. Lebensjahr ein.

Langsamer Schwund von Testosteron als Auslöser für die Wechseljahre

Bei Frauen zeigen sich die Wechseljahre wesentlich stärker als beim Mann. Oft leiden sie unter massiven Symptomen, die sich zum Beispiel in Veränderungen der Haut (einem schlechteren Hautbild), der Figur und den berühmt berüchtigten Hitzewallungen zeigen können. Männer hingegen erleben ihre Wechseljahre in wesentlich seichterer Form, dafür beginnen sie indirekt sogar schon mit dem 25. Lebensjahr. Dann nämlich fängt der Testosteronspiegel sich langsam an zu reduzieren – normalerweise aber so langsam, dass direkte Symptome noch längere Zeit nicht auftauchen. Die Reduktion von Testosteron im Körper ist deshalb so auffällig, weil es im männlichen Körper das wichtigste Androgen überhaupt bildet und folglich zahlreiche Aufgaben übernimmt.

Der Verlauf gestaltet sich von Mann zu Mann in unterschiedlicher Form, eine einheitliche Regelung mit absolut exakten Werten gibt es also nicht – weshalb die Wechseljahre beim Mann auch schleppend verlaufen. Eine fixe Altersgrenze dafür existiert folglich nicht. Verschiedene Studien belegen, dass Männer ab dem 60. Lebensjahr nur noch rund 40 bis 50 Prozent ihres ursprünglichen Testosteron-Werts aus der Jugend besitzen. Dieser brach bis dahin aber nicht plötzlich ein, sondern reduziert sich seit dem 25. Lebensjahr langsam – normalerweise um rund ein bis zwei Prozent pro Jahr. Als klassische „Wechseljahre“, so wie bei der Frau, kann dieser Prozess also kaum bezeichnet werden. Viele Mediziner und Wissenschaftler sehen das sogar als eine Dramatisierung an.

Keine hormonellen Turbulenzen, dafür schleichende Veränderungen

Frauen erleben um die 50 echte hormonelle Turbulenzen, Männer hingegen schleichende Veränderungen. Ein reduzierter Testosteron-Wert zeigt sich bei Männern, mitsamt seiner Konsequenzen, normalerweise erst ab 40. Je nach den hormonellen Veränderungen kann es aber durchaus sein, dass Männer erste Auswirkungen erst mit 50 oder gar 60 zu spüren bekommen. Diese verlaufen dann zumeist gleich. Die Libido reduziert sich, wobei diese Minderung der sexuellen Lust später auch in Impotenz resultieren kann. Drei der typischen Symptome für den Verlust der sexuellen Power sind: weniger Erektionen am Morgen, mangelnde sexuelle Lust und Potenzprobleme. Alle drei stehen in direktem Zusammenhang zum Testosteron-Wert, weshalb eine Reduzierung von diesem als Auslöser für diese Symptome fungiert.

PADAM als Beschleuniger für die Wechseljahre beim Mann

Die Wechseljahre können bei Männern anders verlaufen, wenn bereits eine Erkrankung des Hormonspiegels vorliegt. PADAM (kurz für: partial androgen deficiency in the aging male) bezeichnet ein Testosteron-Mangel-Syndrom, bei dem der Testosteron-Wert reduziert ist. Die Ursachen dafür sind unterschiedlich, jedoch lässt sich PADAM mittlerweile ausgesprochen gut behandeln. Männer, die unter einem geringen Testosteron-Wert leiden, können das Hormon auch separat einnehmen oder sich spritzen lassen. Mangelzustände wie PADAM zu behandeln ist deshalb wichtig, weil ein geringer Testosteronspiegel auch die Wechseljahre beschleunigen kann. Zugleich sollten Männer zuverlässig abklären, ob eine normale hormonelle Veränderung im mittleren/hohen Alter oder doch eine Erkrankung wie PADAM vorliegt.